Gemeinde Litzendorf - Flächenmanagement / Städtebauliches Entwicklungskonzept
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Gemeinde Litzendorf  |  E-Mail: gemeinde@litzendorf.de  |  Online: http://www.litzendorf.de/

Flächenmanagement / Städtebauliches Entwicklungskonzept

Luftbild

 

Litzendorf ist eine Stadtrandgemeinde des Oberzentrums Bamberg. Das städtebauliche Entwicklungskonzept - gefördert im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" - stellt das Flächenmanagement für die gesamte Gemeinde und demzufolge eine Konzentration auf die Stärkung der Innenentwicklung in den Mittelpunkt der Überlegungen. Diese modellhafte Herangehensweise – "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" – ist durch einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates Litzendorf abgesichert. Eine vom Gemeinderat Litzendorf am 18.03.2008 beschlossene Vorstudie zur "Kommunalen Entwicklung" hat diese Weichenstellung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Siedlungsentwicklung vorbereitet.

 

In dieser Vorstudie wurde eine aktualisierte Bedarfsberechnung durchgeführt. Das Ergebnis: Die Einwohnerzahl Litzendorfs wird 2017 bei ca. 6.300 liegen. Dies entspricht einer Bevölkerungszunahme von 153 Einwohnern. Die Einwohnerentwicklung der letzten fünf Jahre – Steigerungsrate von 1,9 % - wird mit prognostizierten 2,5 % geringfügig überschritten. Gleiches gilt für die Prognosen des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung: Dort geht man von einer Zunahme von ca. 2,06 % aus. Aus dieser Steigerungsrate ergibt sich folgender Bedarf an Wohnbauflächen: ca. 6,8 ha.

 

Durch Erstellung eines örtlichen Baulückenkatasters wurde nachgewiesen, dass die unbebauten Grundstücke – in mit Bebauungsplänen ausgewiesenen Baugebieten sowie die innerörtlichen Baulücken – den prognostizierten Bedarf an Wohnbauflächen problemlos decken. Selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass alle unbebauten Grundstücke nicht am Markt verfügbar sind, kann der Bedarf gedeckt werden.

 

Im Rahmen der Vorstudie zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept wurden außerdem die Bauflächendarstellungen im Flächennutzungsplan untersucht. Die Schlussfolgerung hier: Ca. 20,15 ha Wohnbauflächendarstellungen können aus dem wirksamen Flächennutzungsplan gestrichen werden, ohne dass die Deckung des errechneten Bedarfs gefährdet wird.

 

Diese Beschlussfassung wurde zwischenzeitlich durch die Ergebnisse der Arbeitskreise im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes bestätigt. Seither haben sich die Litzendorfer Bürger in Arbeitsgruppen - mit insgesamt gut 60 Teilnehmern - mit der Leitbildentwicklung der Gemeinde befasst und haben dort auch folgendes Leitbild beschlossen:

 

"Verstärkte Ausrichtung der Ortsentwicklung auf die dem Ortscharakter förderliche Nutzung vorhandener Baulücken und leer stehender, zu erhaltender und zu sanierender Gebäude und damit Ausrichtung am Ziel der Innenentwicklung." Dieser Beschluss wurde mit einer Gegenstimme gefasst und durch die Lenkungsgruppe und den Gemeinderat nochmals bestätigt. Dies zeigt die hohe Akzeptanz der Zielsetzung vor Ort.

 

Neben der Reduzierung von Bauflächendarstellungen im Flächennutzungsplan hat der Gemeinderat zwischenzeitlich beschlossen, zwei Bebauungspläne für den bebauten Innerortsbereich mit dem Ziel der Nachverdichtung aufzustellen. Zudem hat die Gemeinde im Rahmen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes im Zentrum von Litzendorf ein leer stehendes kleinbäuerliches Anwesen erworben und wird dies nach dem erfolgreichen Planungsworkshops als Leuchtturmprojekt zum einem multifunktional nutzbaren Bürgerhaus umbauen. Die Gemeinde übernimmt somit auch für leer stehende Bausubstanz Vorbildfunktion und will private Grundstücksbesitzer zur Wiedernutzung leer stehender Bausubstanz animieren.

 

Obwohl seit Erstellung (Ende 2007) des Baulückenkatasters mit Vermittlung der Gemeinde bereits 20 Grundstücke vermarktet werden konnten, lässt die geplante offensivere Vermarktungsstrategie ein noch besseres Ergebnis erwarten. Im Herbst 2009 wurde mit finanzieller Unterstützung der Städtebauförderung ein Projektmanagement zur Stärkung des innerörtlichen Versorgungsbereiches eingerichtet. Eine der Hauptaufgaben der Projektmanagerin Edith Obrusnik ist es, Strategien zu entwickeln, wie die Angebote des Leerstandskatasters offensiv und nachfrageorientiert vermarktet werden können.

 

Wolfgang Möhrlein

Bürgermeister der Gemeinde Litzendorf

Leonhard Valier

Büro für Städtebau, Bamberg

 

 

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